Schulterschmerzen – Ursachen und funktionelle Behandlungsmöglichkeiten

Eine schmerzende Schulter schränkt Betroffene im Alltag erheblich ein. Häufig ist es nicht möglich, den Arm über den Kopf zu heben. Schon alltägliche Dinge wie das Anziehen der Jacke oder das Finden einer bequemen Schlafposition werden zur Belastungsprobe. Sie sind in Sorge, dass sich ihre Schulterschmerzen verschlimmern und diese Ihren Alltag erschweren könnten? Rechtzeitig erkannt und behandelt lassen sich Schmerzen in der Schulter und im Oberarm häufig beseitigen, ohne dass dauerhafte Einschränkungen zurückbleiben. Der folgende Artikel klärt verkürzt und zusammengefasst über die Anatomie und die häufigsten Ursachen von Schulterschmerzen auf. Im Anschluss erfahren Sie mehr über funktionelle Behandlungsmöglichkeiten, die zu einer nachhaltigen Linderung Ihrer Schulterschmerzen beitragen können.

Die Anatomie der Schulter

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Der Oberarm ist dreidimensional beweglich und rotationsfähig. Die Schulter kann bei herabhängendem Arm nach oben, unten, vorne und hinten gezogen werden. In keinem anderen Gelenk arbeiten so viele Muskeln, Sehnen, Bänder, Schleimbeutel und Knochen zusammen. Das macht das Schultergelenk anfällig für Verletzungen, Störungen und Schmerzen.

Die Schulter arbeitet jedoch nicht alleine. Ihre Funktion ist unmittelbar an den Schultergürtel geknüpft, der sich aus dem Schlüsselbein und den Schulterblättern zusammensetzt. Dementsprechend sollte der Schultergürtel bei der Suche nach der Ursache für Schulterschmerzen stets mit betrachtet werden. Im Schultergelenk und im Schultergürtel gibt es folgende passive und aktive Strukturen:

      • Knochen und Schleimbeutel
      • Muskeln und Sehnen
      • Kapseln und Bänder

Die Knochen und Schleimbeutel der Schulter

Das Schultergelenk – auch als Glenohumeralgelenk oder Articulatio glenohumeralis bezeichnet – ist ein Kugelgelenk, das seine Beweglichkeit aus der geringen Beteiligung benachbarter knöcherner Strukturen erhält. Der Schulterkopf sitzt in keiner Gelenkpfanne. Er wird lediglich von einem birnenförmigen Knochenfortsatz des Schulterblattes (Cavitas glenoidalis) begrenzt. Diesen Knochenfortsatz bezeichnen wir auch als Schulterdach.

Das Schulterblatt hat eine wichtige Bedeutung für die Beweglichkeit des Schultergelenks. Wird der Arm über den Kopf gehoben, schiebt sich das muskulär stabilisierte Schulterblatt zur Seite. Dadurch verschiebt sich auch das Schulterdach. Dieser Mechanismus verleiht der Schulter ihre Beweglichkeit. Das Schulterdach kann allerdings nicht gerade nach oben zeigen. Alleine kann es das volle Bewegungsausmaß also nicht ermöglichen. Hier kommt das Schlüsselbein ins Spiel.

Das Schlüsselbein (Klavikula, Clavicula) besteht aus zwei s-förmig gebogenen Knochen, die von der Schulter bis zum Halsansatz verkaufen. Beide Knochen sind jeweils mit dem Schulterblatt (Schultereck, Akromion) und dem Brustbein verbunden. Daraus ergeben sich jeweils zwei Gelenke – das Sternoklavikulargelenk am Brustbein und das Akromioklavikulargelenk an der Schulter. Diese Gelenke ermöglichen den nötigen Bewegungsspielräume für Überkopfbewegungen. Außerdem stabilisieren Sie die Schulter bei Bewegungen nach vorne, hinten, oben oder unten.

Im Schultergelenk gibt es zahlreiche Schleimbeutel. Zu den wichtigsten zählen Bursa subacromialis, Bursa subdeltoidea, Bursa subcoracoidea und Bursa subtendinea musculi subscapularis. Sie dienen als Puffer sowie Gleitschicht und produzieren die Gelenkschmiere (Synovia). Dadurch verhindern sie einen frühzeitigen Gelenkverschleiß.

Muskeln und Sehnen der Schulter

An der Bewegung und Stabilisierung des Schultergelenks sind viele große und kleine Muskeln beteiligt. Jeder Muskel hat eine Muskelhaut (Faszien) sowieknöcherne Ursprungs- und Ansatzpunkte. Sehnen dienen der Verbindung zwischen Knochen und Muskeln. Zu den wichtigsten großen Muskeln, die für Bewegungen des Schultergelenks zuständig sind, zählen:

      • Musculus trapezius: Der als Kapuzenmuskel bezeichnete Musculus trapezius ist einer der größten Rückenmuskeln. Er fächert sich vom Halsüber die Schultern bis zur unteren Brustwirbelsäule. Der Kapuzenmuskelsetzt am Schulterblatt an und kann die Schulter unabhängig vom Oberarm bewegen. Er unterteilt sich in einen oberen Abschnitt, der die Schulternnach oben zieht, einen mittleren Abschnitt, der die Schultern nach hinten zieht und einen unteren Abschnitt, der die Schultern nach unten zieht. Außerdem hat der Kapuzenmuskel eine wichtige stabilisierende Funktion. Bei Nackenschmerzen liegt häufig eine Verspannung des Musculus trapezius.
      • Musculus deltoideus: Der große Schultermuskel unterteilt sich in einen vorderen, einen mittleren und einen hinten Anteil. Die einzelnen Anteileentspringen an unterschiedlichen Knochenpunkten der Schulter sowie des Schlüsselbeins und setzen am Oberarm an. Dadurch ist der Musculues deltoideus an allen Vor-, Rück- und Seitwärtsbewegungen des Oberarms beteiligt. Vor allem der vordere Anteil des Muskels macht oft Probleme. Wenn er sich verkürzt und verspannt, können Schulterschmerzen vorne am Übergang zur Brust auftreten, die teilweise bis in den Oberarm ausstrahlen. Auch die hinteren und mittleren Anteile der Schulter können Schmerzen. Das ist aber meistens überlastungsbedingt.
      • Musculus latissimus dorsi: Der größte Rückenmuskel und flächigste Muskel des ganzen Körpers ist der Musculus Er setzt am Oberarm an und hat viele Ursprungspunkte, die vom Becken bis zur Brustwirbelsäule verlaufen. Seine Hauptfunktion ist es, den Oberarm von vorne oder oben an den Körper heranführen und nach innen zu rotieren. Zudem arbeitet er unterstützend bei der Stabilisierung des Rumpfes mit.
      • Musculus pectoralis: Der große Brustmuskel entspringt am Brustbein und setzt am Oberarm an. Er führt den Oberarm von hinten an den Körper heran, zieht ihn nach vorne und rotiert ihn nach innen. Gewissermaßen ist der Musculues pectoralis auch an der Atembewegung beteiligt. Eine Verkürzung des großen Brustmuskels ist eine häufige Ursache für die Entstehung von Schulterschmerzen.
      • Die Rotatorenmanschette: Die kleinen Muskeln, die für die Stabilisierung des Schultergelenks zuständig sind, werden unter der Bezeichnung „Rotatorenmanschette“ zusammengefasst. Dazu zählen der Musculus teres minor, der Musculus infraspinatus, der Musculues supraspinatus und der Musculus subscapularis. Sie umschließen das Schultergelenk wie eine Manschette und erfüllen eine wichtige Funktion für die Stabilisierung des Oberarmkopfes unter dem Schulterdach. Zudem sind die einzelnen Muskeln der Rotatorenmanschette für die Innen- und Außenrotation zuständig und unterstützen bei Seitwärtsbewegungen des Oberarmes. Es handelt sich um kleine und schwache Muskeln, die schnell überlasten und bei der Entstehung von Schulterschmerzen oft eine Rolle spielen.

Die Kapseln und Bänder der Schulter

Das Schultergelenk wird von einer Gelenkkapsel umgeben, die aus einer äußeren Faserschicht und einer inneren Gelenkhaut besteht. Die Kapsel erfüllt zwei Funktionen: Sie stabilisiert das Schultergelenk und produziert Synovia. Das ist die Gelenkschmiere, die die Gleitfähigkeit des Oberarmkopfes gewährleistet. Das reduziert Reibung und wirkt einem frühzeitigen Gelenkverschleiß entgegen. Eine Kapselentzündung der Schulter ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen.

Die Schulter hat keinen stark ausgeprägten Bandapparat. Er setzt sich aus den sogenannten glnohumeralen Bändern (Ligamenta glenohumeralia) und drei weiteren Bändern (Ligamentum coracoacromiale, Ligamentum coracohumerale und Ligamentum coracoglenoidale) zusammen. Die Bänder spielen keine wichtige Rolle für die Stabilisierung der Schulter. Diese Aufgabe übernehmen vor allem die Gelenkkapsel sowie die umgebenden Muskeln. Dennoch kann der Bandapparat der Schulter bei der Entstehung von Schulterschmerzen eine Rolle spielen.

Welche Ursachen haben Schulterschmerzen?

Für Schulterschmerzen gibt es zahlreiche Ursachen. Allgemein lassen sie sich in akute und chronische Beschwerden unterteilen. Wo die Unterschiede in der Schmerzentstehung und -charakteristik liegen, lesen Sie im folgenden Abschnitt.

Akute Schulterschmerzen

Treten die Beschwerden unmittelbar nach einer physischen Einwirkung wie einem Sturz oder einer Überlastung auf, handelt es sich um akute Schmerzen. Akute Schmerzen treten plötzlich auf und entstehen zum Beispiel infolge von Zerrungen, Prellungen oder Überdehnungen. Da das Schultergelenk keine Gelenkpfanne hat, ist es anfällig für Auskugelungen (Dislokation). Auch Sehnenrisse oder Knochenbrüche können akute Schulterschmerzen verursachen.

Chronische Schulterschmerzen

Chronische Schulterschmerzen entstehen schleichend. Haben sie sich über mehrere Monate manifestiert, verschwinden die Schmerzen meistens nicht von alleine. Deshalb sind chronische Schulterschmerzen in jeden Fall behandlungsbedürftig. Je früher die Behandlung erfolgt, umso höher sind die Chancen für einen schnellen und nachhaltigen Therapieerfolg. Die Ursache für chronische Schulterschmerzen liegt meistens in einem Ungleichgewicht der umliegenden Muskeln und Faszien.

Ein muskuläres Ungleichgewicht entsteht, wenn einige Muskeln einer höheren Belastung ausgesetzt sind als andere. Dabei können zum Beispiel fehlerhafte Bewegungs- und Haltungsgewohnheiten mit ungünstigen Hebe- und Trage- sowie Sitz- und Schlafpositionen eine Rolle spiele. Beispielsweise können Muskeln durch allgemeinen Bewegungsmangel zunehmend an Kraft verlieren und schnell überlasten. Eine muskuläre Überlastung verursacht schmerzhafte Verspannungen. Durch langes Verharren in ein und derselben Position verlieren Muskeln und Faszien zunehmend an Elastizität. Verkürzte Muskeln üben einen vermehrten Zug auf ihre Ansatzpunkte aus. Dadurch kann es zu Fehlhaltungen kommen, die eine veränderte Lastverteilung im Gelenk verursachen und dadurch zu Schmerzen führen. Jeder Muskel hat einen Gegenspieler, der diesen Zug ausgleicht, infolgedessen überlastet und ebenfalls schmerzt.

So kann beispielsweise häufiges Sitzen dazu führen, dass die Muskulatur des vorderen Schultergürtels (Brustmuskel, vorderer Schultermuskel) verkürzt. Die verkürzten Muskeln üben einen konstanten Zug auf den Oberarm aus und ziehen auch den Oberarmkopf im Gelenk nach vorne. Bei Bewegungen innerhalb des Schultergelenks kommt es nun zum mehr Reibung, was einen frühzeitigen Verschleiß der knöchernen Strukturen begünstigt. Gleichzeitig können umgebende Sehnen oder Muskeln im verkleinerten Gelenkspalt eingeklemmt werden und sich entzünden. In diesem Fall ist von einem Impingement-Syndrom die Rede. Weil die Schulter nach vorne gezogen wird und der Gegenspieler (mittlerer Rücken) das ausgleicht, kann es gleichzeitig zu muskulären Verspannungen und damit zu Rücken- und Nackenschmerzen kommen.

Ein gutes Beispiel für Schulterschmerzen durch muskuläre Überlastung sind die Muskeln der Rotatorenmanschette. Das sind kleine Muskeln mit wenig Kraft. Bei einer ungewohnten Belastung des Schultergürtels werden sie schnell überlastet. Dadurch können Reizungen im Bereich der Sehnenansätze und Schulterschmerzen entstehen. Das sind nur einige von vielen Beispielen, wie es zur Entstehung von chronischen Schulterschmerzen kommen kann. Durch die Beteiligung von zahlreichen passiven und aktiven Strukturen sind die Ursachen für Schmerzen in der Schulter sehr vielfältig. Wie das Beispiel der verkürzten Brustmuskulatur zeigt, liegt die Ursache für Schulterschmerzen auch nicht immer direkt in der Schulter.

Chronische Schulterschmerzen – häufige Beschwerdebilder

Schulterschmerzen können rechts, links oder beidseitig auftreten. Die Schulter kann beim Liegen, beim seitwärts anheben und bei allen anderen Bewegungen schmerzen. Es ist nicht immer leicht, die Ursache genau zu lokalisieren. Die häufigsten Beschwerdebilder, die mit Schulterschmerzen einhergehen, erklärt der folgende Abschnitt.

Schulter-Arm-Syndrom

Das Schulter-Arm-Syndrom (Zervikobrachialgie oder Zervikalsyndrom ) ist ein sehr vielfältiges Beschwerdebild, das unterschiedliche Symptomatiken verursachen kann. Neben Schulterschmerzen, die häufig bis in den Arm ausstrahlen, kann es auch zu Nackenschmerzen kommen. Außerdem leiden Betroffene oft unter Bewegungseinschränkungen des Kopfes und der Halswirbelsäule sowie an Missempfindungen (Taubheitsgefühle, Kribbeln) an Nacken, Schultern und Armen.

Die Bezeichnung „Schulter-Arm-Syndrom“ ist als Sammelbegriff für nicht akute Schulterschmerzen zu verstehen. Es lässt sich keine klare Ursache zuordnen. Die Schmerzen können durch muskuläre Verkürzungen, Fehlhaltungen oder Bewegungsmangel entstehen. Bei Missempfindungen sind die aus der Halswirbelsäule entspringenden Nerven beteiligt. Fehlhaltungen können einen vermehrten Zug auslösen und verspannte Muskeln können Druck auf die Nerven ausüben. Das verursacht die Beschwerden.

Impingement-Syndrom

Das Impingement-Syndrom ist eine Einklemmung von Muskeln, Sehnen oder Schulterschleimbeuteln, die infolge einer Verengung im Schultergelenk entsteht. In der Folge kommt es zu Entzündungen, die bewegungsabhängige Schmerzen verursachen. Das Impingement-Syndrom gilt als häufigste Ursache für Schulterschmerzen. Es handelt sich um einen Oberbegriff, der für unterschiedlich lokalisierte Einklemmungen an verschiedenen Gelenken steht. In der Schulter ist die Einengung ist meistens zwischen dem Schultereckgelenk und dem Schulterkopf des Oberarms lokalisiert.

Das Schultereckgelenk ist ein kleines Gelenk, das sich zwischen dem Schulterdach (Acromion) und dem schulternahen Ende des Schlüsselbeins (Calvicula) befindet. Es ist das einzige Gelenk, das den Schultergürtel mit dem Rumpf verbindet und wird es auch als Acromioclaviculargelenk – kurz AC-Gelenk – bezeichnet. In Abhängigkeit zur Ursache kann sich die Einengung auch zwischen dem Schulterkopf und dem Schulterdach befinden. In den meisten Fällen sind bei einem Impingement-Syndrom die Bizepssehne, die Supraspinatussehne oder der Schleimbeutel betroffen.

In Ruhe verursacht ein Impingement-Syndrom normalerweise keine oder nur unterschwellige Schmerzen. Die Schmerzen zeigen sich vor allem beim seitlichen Anheben des Arms sowie bei Bewegungen über dem Kopf. Bei ruckartigen Bewegungen sind die Schmerzen häufig besonders stark.

Schulterarthrose

Die Entstehung einer Arthrose ist im Schultergelenk ist wesentlich seltener als im Hüft- oder Kniegelenk – aber trotzdem möglich. Hierbei kommt es zu einem Abbau des Gelenkknorpels, wodurch sich die knöchernen Strukturen aneinander abreiben. Infolgedessen entstehen knirschende Geräusche, Entzündungen und Schmerzen.

Die schulmedizinische Behandlung einer Arthrose ist das Einsetzen eines künstlichen Gelenks. Die funktionelle Therapie behandelt die Ursache des vermehrten Gelenkverschleißes und kann so ohne Operation zu einem Rückgang der Beschwerden beitragen.

Die Ursache für eine Arthrose ist der Schulter liegt meistens in einer Fehlhaltung oder einem muskulären Ungleichgewicht. Dadurch verändert sich die Position der knöchernen Gelenkstrukturen zueinarnander. Infolgedessen werden bestimmte Bereiche stärker belastet als andere. Wird das muskuläre Ungleichgewicht behoben, stellt sich wieder eine normale Belastungsverteilung in der Schulter ein und die Beschwerden gehen zurück.

Frozen Shoulder

Als Frozen Shoulder bezeichnen wir eine Entzündung der Gelenkkapsel des Schultergelenks, die starke Schmerzen und erhebliche Bewegungseinschränkungen verursachen kann. In vielen Fällen ist es Betroffenen nicht möglich, ihren Oberarm weiter als 30 Grad abzuspreizen. Der Grund dafür liegt in einer entzündlichen Verdickung der Kapsel.

Das Beschwerdebild der Frozen Shoulder – auch Schultersteife genannt – unterteilt sich in drei Phasen – die Einfrierpahse, die Plateauphase und die Auftauphase. Dabei werden die Beschwerden über einen kurzen Zeitraum zunehmend stärker, bleiben über mehrere Monate konstant und gehen anschließend wieder zurück – meistens vollständig, ohne chronische Schmerzen oder bleibende Bewegungseinschränkungen zu verursachen.

Häufig lässt sich keine genaue Ursache für die Entstehung einer Frozen Shoulder bestimmen. Als Auslöser gelten mechanische Irritationen. Damit sind Reizungen gemeint, die infolge einer Über- oder Fehlbelastung entstehen können. Das Impingement-Syndrom gilt als eine der häufigsten Ursachen derSchultersteife.

Kalkschulter

Bei der Kalkschulter handelt es sich um ein oft plötzlich auftretendes Beschwerdebild, das die Schultersehnen betrifft. Häufig betroffen ist die Sehne des Musculus Supraspinatus. Als Ursache gilt eine verringerte Durchblutung der Rotatorenmanschette, was zu Kalkablagerungen an der Supraspinatussehne führt.

Eine Kalkschulter entwickelt sich im Verlauf von vier Phasen. Zuerst baut sich das Sehnengewebe zu Faserknorpel um, wobei Betroffene in der Regel keine Schmerzen empfinden. In der zweiten Phase beginnt die Sehne zu verkalken, wodurch es zu einer Enge im Gelenk kommt. Die Schmerzen entstehen also durch ein Impingement-Syndrom.

In der dritten Phase werden die Kalkablagerungen resorbiert, worauf der Körper mit einer starken Entzündung reagiert. Die Schulterschmerzen werden stärker und treten auch in Ruhe auf. Dehnen sich die Kalkablagerungen weiter aus, kann es auch zu einer Schleimbeutelentzündung kommen. In der letzten Phase lösen sich die Kalkablagerungen auf und die Beschwerden gehen zurück.

Schleimbeutelentzündung

In der Schulter gibt es mehrere Schleimbeutel. Jeder davon kann sich entzünden und Schulterschmerzen verursachen, die sowohl nachts und in Ruhe beim Sitzen oder Liegen als auch beim Anheben des Arms auftreten können. In den meisten Fällen treten die Schulterschmerzen einseitig links oder rechts auf. Je nachdem, welcher Schleimbeutel betroffen ist, können sie sowohl vorne als auch hinten oder seitlich am Schultergelenk lokalisiert sein.

Schleimbeutelentzündungen entstehen infolge von mechanischer Irritation. Sie werden durch ungewohnte Belastungen oder Fehlhaltungen verursacht und können so starke Schulterschmerzen verursachen, dass sie die Beweglichkeit des Schultergelenks einschränken. Auch ein subakromiales Impingement-Syndrom mit Einklemmung zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach kann eine Schleimbeutelentzündung verursachen.

Schulterschmerzen – was tun?

Bei starken Schulterschmerzen können schonende Wärme- und Kälteanwendungen eine schnelle Linderung der Beschwerden herbeiführen. Kälte hilft vor allem bei akuten Beschwerden infolge von physischen Einwirkungen. Wärmeanwendungen hingegen eignen sich besser zur Linderung von chronischen Schmerzen. Derartige Maßnahmen können Schulterschmerzen aber nur kurzzeitig lindern. Die zugrundeliegende Ursache lässt sich so nicht beheben.

Die funktionelle Therapie fokussiert sich darauf, die genaue Ursache der Schmerzen zu finden und zu behandeln. So lassen sich Schulterschmerzen meistens ohne Operation beheben. Wie die Behandlung erfolgt, hängt vor der Ursache der Schmerzen ab. In den meisten Fällen geht es darum, ein muskuläres Ungleichgewicht zu beseitigen sowie eine physiologisch nicht korrekte Haltung oder ungünstige Bewegungsabläufe zu korrigieren.

Das Ziel der funktionellen Therapie ist keine kurzfristige Schmerzlinderung, sondern eine nachhaltige Behandlung der gesamten Schmerzsymptomatik. Deshalb ist die Therapie nach der Behandlung der Ursache noch nicht abgeschlossen. Im letzten Schritt geht es darum, Bewegungsgewohnheiten, die zur Entstehung der Schmerzen beigetragen haben, aufzulösen und durch physiologisch korrekte Bewegungsabläufe zu ersetzen. Dadurch sinkt das Risiko, dass die Beschwerden erneut auftreten.

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